Finnische Enteignung von russischem Eigentum: Steuerliche Probleme
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18.8.2025

Die finnische Regierung hat Gespräche über die mögliche Enteignung von Immobilien, die von Russen besessen werden und die ihre finanziellen Verpflichtungen in Bezug auf diese Immobilien nicht erfüllen, aufgenommen. Die Entscheidung wird durch die Herausforderungen ausgelöst, mit denen abwesende russische Eigentümer konfrontiert sind, da sie keine Grundsteuern und Wartungsgebühren zahlen können, während Banken den Zugang zu Konten seit langem blockiert und Überweisungen nach Finnland nahezu unmöglich gemacht haben.
1. Steuer- und Schuldenprobleme: Viele russische Immobilienbesitzer haben Schwierigkeiten, ihre gesetzlichen Verpflichtungen zu erfüllen, was zu wachsenden Schulden geführt hat, die Wohnungsbaugesellschaften gefährden und die Überlegung von Enteignungsmaßnahmen nach sich gezogen haben.
2. Lösung durch Intermediäre: Um diese Probleme zu mildern, haben einige russische Immobilienbesitzer alternative Methoden in Betracht gezogen, einschließlich der Begleichung ihrer Schulden über Freunde, Agenten oder Intermediäre.
3. Schwierigkeiten bei Benachrichtigung und Kontakt: Das finnische Recht schreibt vor, dass Immobilienbesitzer schriftlich oder persönlich über Schulden informiert werden müssen, aber Behörden haben Schwierigkeiten, russische Eigentümer zu erreichen, die oft nicht reagieren.
4. Aktuelle Gesetzgebung: Das bestehende finnische Gesetz über Wohnungsaktiengesellschaften erlaubt die Veröffentlichung von Warnungen über Enteignung in Zeitungen und die Übermittlung von Informationen an Hausverwaltungen, wenn die Informationen über den Eigentümer nicht verfügbar sind.
5. Zukünftiger gesetzlicher Rahmen: Der finnische Justizminister hat angedeutet, dass neue gesetzliche Maßnahmen eingeführt werden, um diese Probleme anzugehen, die Einzelheiten dieses Rahmens jedoch noch ausstehen.
6. Russisches Eigentum in Finnland: Es gibt ungefähr 3.000 Immobilien in Finnland, die von Russen besessen werden, wobei unklar bleibt, ob diese Zahl auch Besitzer mit doppelter Staatsbürgerschaft umfasst. Im Jahr 2022 haben Russen nahezu 300 Immobilien in Finnland erworben, was einem Anstieg von 64 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
7. Verschärfung der Einreisebeschränkungen: Finnland hat die Einreisebeschränkungen für russische Immobilienbesitzer schrittweise verschärft, wobei die neuesten Vorschriften von den Eigentümern verlangen, dass sie ihren Aufenthalt während Wartungs- oder Reparaturarbeiten an der Immobilie rechtfertigen. Darüber hinaus wurden seit September 2023 auch die Einfuhren von Autos mit russischen Nummernschildern auf Grundlage der Empfehlung der Europäischen Kommission eingeschränkt.
Während die Gespräche weitergehen und neue Gesetze entwickelt werden, bleibt die Situation dynamisch und beeinflusst russische Immobilienbesitzer in Finnland. Immobilienbesitzern wird geraten, über diese Entwicklungen informiert zu bleiben und alternative Möglichkeiten zu erkunden, um ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen und das Risiko einer Enteignung zu vermeiden.
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