Top 5 Fehler, die ausländische Käufer beim Immobilienkauf machen (2025)
120
25.9.2025

Top 5 Fehler, die ausländische Käufer beim Immobilienkauf machen (2025)
Immobiliengeschäfte im Ausland bieten Chancen – doch ausländische Käufer machen häufig die gleichen vermeidbaren Fehler. Hier finden Sie eine Rangliste der fünf häufigsten Fehler, wie man sie erkennt und was stattdessen zu tun ist.
Wichtige Begriffe in 20 Sekunden
- Due diligence (DD): Überprüfung von Eigentum, Genehmigungen, Schulden und Verkäuferberechtigung vor Vertragsunterzeichnung.
- Escrow/Klienten-/Treuhandkonto: neutrale Verwahrstelle, die Gelder nur nach Erreichen vertraglicher Meilensteine freigibt.
- MT103: SWIFT‑Beleg einer internationalen Überweisung (Absender, Empfänger, Verwendungszweck).
- KYC/SoF: „Know Your Customer“ und „Source of Funds“-Prüfungen, die Banken und Notare verlangen.
- Abschlussabrechnung: endgültige Aufschlüsselung von Kaufpreis, Steuern und Gebühren.
Top 5 Fehler — Übersichtstabelle
| Fehler | Warum er passiert | Wie man ihn behebt |
|---|---|---|
| 1) Keine Due Diligence | Vertrauen auf Marketing oder Makler ohne Registerprüfungen | Frischen Grundbuchauszug, Nachweis über Belastungen und Prüfungen zu Zonierung/Genehmigungen anfordern |
| 2) Unsichere Zahlungen | Überweisungen auf private IBANs oder Barzahlungen | Treuhand-/Klientenkonto verwenden; Zahlungen stufenweise leisten; vollständige MT103‑Belege aufbewahren |
| 3) Schwache Verträge | Standardvorlagen ohne Meilensteine, Rechtsbehelfe oder Regeln für Vollmachten | Gestaffelte Auslösebedingungen, Longstop‑Fristen, Escrow‑Klauseln und notarielle/legalisierte Vollmachten einfügen |
| 4) Steuern & Kosten ignorieren | Nur den Kaufpreis einplanen, nicht Übertragungssteuern oder FX‑Kosten | 5–12 % Puffer für Steuern, Notar/Rechtskosten, FX‑Spreads und Versicherungen einrechnen |
| 5) Keine unabhängige Begutachtung oder rechtliche Prüfung | Verlassen auf Entwickler- oder Maklerangaben | Unabhängigen Anwalt und Gutachter engagieren; Berichte/Fotos archivieren |
Top 5 Fehler — Rangfolge und Erläuterungen
- Keine Due Diligence
Käufer leisten Anzahlungen, ohne Eigentum oder Belastungen zu prüfen. Lösung: immer einen aktuellen Grundbuchauszug, eine Schuldenprüfung und eine Bestätigung zu Zonierung/Genehmigungen vor dem Austausch anfordern. - Unsichere Zahlungen
Barzahlungen oder direkte Überweisungen auf private IBANs hinterlassen keinen rechtssicheren Nachweis. Lösung: nur auf Treuhand-/Klientenkonten überweisen und MT103‑Belege verwenden, die zum Vertrag passen. - Schwache Verträge
Standardverträge lassen oft Meilensteine, Rechtsbehelfe oder Regeln für Vollmachten aus. Lösung: gestaffelte Auslösebedingungen, Kündigungs‑/Longstop‑Klauseln sowie eng umrissene, legalisierte Vollmachten verlangen, wenn ferne Vertretung nötig ist. - Steuern & versteckte Kosten ignorieren
Käufer vergessen Grunderwerbsteuer, Notargebühren oder FX‑Spreads. Lösung: einen Puffer von 5–12 % einplanen und vor Vertragsabschluss eine Abschlussabrechnung anfordern. - Keine unabhängigen Prüfungen
Ausschließlich auf Angaben von Maklern oder Entwicklern vertrauen. Lösung: unabhängigen Anwalt und Gutachter hinzuziehen; Berichte und Fotos mit Zeitstempel archivieren.
Red‑Flag‑Audit (schneller Selbstcheck)
- Kein aktueller Grundbuchauszug oder Nachweis über Belastungen liegt vor.
- Zahlung wird bar oder auf ein privates Konto gefordert.
- Vertrag enthält keine Auslösebedingungen oder Rechtsbehelfe bei Verzögerung.
- Budget berücksichtigt keine Steuern, FX‑Kosten oder Versicherungen.
- Kein unabhängiger Anwalt oder Gutachter ist eingeschaltet.
Zwei Expertenhinweise
„Die meisten Streitfälle lassen sich auf Dokumente zurückführen, die nie geprüft wurden. Ein Grundbuchauszug und ein Belastungsnachweis kosten weniger als 1 % eines Deals.“ — Valerie, Head of Marketing
„Zahlungssicherheit ist nicht verhandelbar: Treuhand‑ oder gestaffelte Klientenkonten schützen Käufer vor unwiderruflichen Verlusten.“ — Sercan, CEO
Häufige Fehler (und schnelle Lösungen)
Einmalige Komplettüberweisung → in gestaffelte Zahlungen aufteilen, jeweils an Dokumentenfortschritt koppeln.
Keine Hypotheken‑/Genehmigungsklausel → Longstop‑Bedingungen einfügen, bevor Anzahlungen unwiderruflich werden.
Glänzende Broschüren glauben → Gutachten und aktuelle Fotos verlangen, nicht nur Versprechungen.
FX‑Spreads vergessen → alle effektiven Wechselkurse vergleichen; Termingeschäfte für gestaffelte Zahlungen prüfen.
FAQ
Was ist der häufigste Fehler ausländischer Käufer? Keine Due Diligence — Eigentum und Belastungen immer überprüfen.
Woran erkenne ich sichere Zahlungen? Nur wenn auf Treuhand‑/Klientenkonten mit MT103‑Belegen überwiesen wird.
Sind versteckte Kosten relevant? Ja, Steuern und Gebühren können 5–12 % des Kaufpreises ausmachen.
Brauche ich wirklich einen lokalen Anwalt? Ja — er führt Register‑, Notar‑ und Zonierungsprüfungen durch, die Makler oft auslassen.
Was dieser Artikel beantwortet
- Welche Fallstricke gibt es für ausländische Käufer? Die fünf häufigsten Fehler, nach Priorität sortiert und erläutert.
- Wie vermeide ich unsichere Zahlungen? Treuhand‑/Klientenkonten mit gestaffelten MT103‑Nachweisen verwenden.
- Wie mache ich Verträge belastbarer? Meilensteine, Rechtsbehelfe und notarielle/legalisierte Vollmachten ergänzen.
- Welche Kosten werden oft übersehen? Steuern, Notar/Rechtskosten, FX‑Spreads, Versicherungen.
- Warum unabhängige Prüfungen? Anwälte und Gutachter schützen vor Betrug und verdeckten Mängeln.
Nächste Schritte
Für Musterklauseln, gestaffelte Zahlungspläne und Due‑Diligence‑Checklisten sehen Sie praxisnahe Hinweise. Für einen umfassenden Überblick über unsere Leistungen von Suche bis Abschluss besuchen Sie unsere Materialien.
VelesClub Int. unterstützt Käufer weltweit bei Due Diligence, Treuhandstrukturen und sicheren internationalen Abschlüssen.
Haben Sie Fragen oder benötigen Sie eine Beratung?
Eine Anfrage hinterlassen
Unser Experte wird Sie kontaktieren, um Aufgaben zu besprechen, Lösungen auszuwählen und Sie in jeder Phase der Transaktion auf dem Laufenden zu halten.

